Viele Deutsche trinken Tee. Entsprechend viele Teebeutel landen im Müll. Aber wie entsorgt man sie richtig? Im Bio- oder im Restmüll? Ein Lifehack.
Hamm - Weltweit zählt Tee zu den beliebtesten Heißgetränken. Und der inoffizielle Weltmeister im Teetrinken kommt auch aus Deutschland. In Ostfriesland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 288 Litern in Jahr - mehr als in allen anderen Ländern der Welt. Engländer und Iren trinken laut Statistik 238 Litern Tee pro Jahr. Der Teekonsum in Deutschland ist hingegen bescheiden: Er beträgt 25,5 Liter. Millionen Teebeutel landen also im Müll. Welchen Mülleimer sollten Sie wählen? Wir erklären den Lifehack.
Mülltrennung ist manchmal gar nicht so einfach, denn Teebeutel ist nicht gleich Teebeutel. Die einen werfen ihn in den Biomüll, die anderen wählen die Restmüll-Tonne. Grundsätzlich ist das auch nicht falsch.
Teebeutel bestehen aus verschiedenen Materialien. Der klassische Teebeutel - Doppelkammer-Beutel - hat einen Zettel aus Papier, eine kleine Klammer aus Metall, einen Faden und einen Beutel, der zumeist aus Zellulose oder anderen Naturfasern hergestellt ist. Das Bundesumweltministerium hat festgelegt: Teebeutel dürfen grundsätzlich in den Biomüll. Die ungewünschten Bestandteile sind bei der Weiterverarbeitung kein Problem, werden herausgefiltert.
Doch es gibt mehrere Ausnahmen:
Immer mehr Hersteller setzen bei ihren Teebeuteln auf Bio-Kunststoff oder synthetisches Papier. Diese Beutel müssen in den Restmüll, die Materialien dürfen nicht im Biomüll landen. Aber: Auch Doppelkammer-Beutel können mit hitzebeständigem Polypropylen (ein erdölbasierter Kunststoff) zugesetzt werden oder die Beutel enthalten synthetische Polymere oder Harze. Deswegen rät das Verbraucherportal Öko-Test dazu, Teebeutel besser im Restmüll zu entsorgen. Von einigen Früchtetees sollten Tee-Trinker grundsätzlich die Finger lassen. Öko-Test hat in mehreren Produkten Giftstoffe in bedenklicher Menge nachgewiesen.
Wer Müll reduzieren möchte, der kann auf ein wiederverwendbares Teesieb oder ein Teeei zurückgreifen. Der lose Tee kann nach dem Gebrauch problemlos im Biomüll landen. Möglich ist auch, die gebrauchten Teebeutel aufzuschneiden, die Teeblätter in der Biotonne oder auf dem Kompost zu entsorgen und die übrigen Materialien in den Restmüll zu geben.
Beim Kauf von Tomatenmark sollten Verbraucher auf den Hersteller achten. Denn viele Markenprodukte sind giftig. Das Verbraucherportal Öko-Test hat nun 20 Produkte geprüft und ist zu einem überraschenden und zugleich beunruhigenden Ergebnis gekommen.