Im Jahre 1946 brachte der französische Apotheker Jacques Lafarge aus Chateauroux unter der Marke „Pulmoll“ Lutschpastillen gegen Beschwerden im Hals- und Kehlkopfbereich auf den französischen Markt.
Bunte Promotiondosen von Pulmoll um die Jahrhundertwende.
Der Markenname „Pulmoll“ wurde vom lateinischen Wort „pulmonis“ für Lungen beziehungsweise Lungenflügel abgeleitet. Verpackt war eine Vielzahl an Pastillen in runde rote Blechdöschen, deren Unter- und Oberteil im Spaltbereich mit einem abziehbaren Klebestreifen verbunden war, um die Dichtigkeit der Dose zu erhöhen und zur Erstentnahmesicherung. Das Produkt wurde in Frankreich zu einem Erfolg. Bereits zehn Jahre später verkauften die Laboratoires Lafarge 10 Mio. Dosen jährlich. Ab 1956 wurde Pulmoll dann auch in Deutschland angeboten und später von der Firma Milupa in Friedrichsdorf im Taunus in Lizenz hergestellt und vertrieben. 2003 verkaufte der Inhaber von Milupa, Numico aus Holland, die Marke samt Produktionsanlagen an die Zertus Gruppe aus Hamburg.
1876 kaufte sich der 26-jährige Kaufmann Richard Alfried Hengstenberg durch den Erwerb von Anteilen in eine kleine Essigfabrik im schwäbischen Esslingen ein. Hier klicken
Die Zertus-Töchter Kalfany/Mühlheim (Spezialist für Bonbons in Dosen) und die Vertriebssparte Importhaus Wilms stärkten die Marke am POS mit vielen neuen Varianten. Von Anfang an wurde der Pastillenverkauf in der roten Dose von markigen Werbesprüchen wie beispielsweise „Wohltuend bei Erkältung, Husten und Heiserkeit“ (1975), „Tut gut. Schmeckt gut“ (1999) oder „Versuchs mal auf die sanfte Tour“ (2005) erfolgreich unterstützt. Ab 2012 süßte Pulmoll die zuckerfreien Sorten mit Stevia und entwickelte neue Sorten, darunter eine mit Hanf. Heute präsentiert sich Pulmoll nach einer Überarbeitung des Verpackungsdesigns im Jahr 2020 immer noch in kleinen und größeren Blechdöschen, aber auch in einer recycelbaren Beutelverpackung und in mehr als einem Dutzend Geschmacksrichtungen.
In den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts waren die Pulmolldosen noch mit einer eingeklickten Dosierscheibe und bedrucktem Sicherungsstreifen ausgestattet.
Pulmoll heute im aktuellen Verpackungsdesign und im Beutel.
Pulmoll-Werbung aus der Zeit um 1960/70.
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