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2023-02-22 19:01:46 By : Mr. Yan LIU

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Nicht nur die Plätzchen sehen hübsch aus, sondern oft auch die Gefäße, in denen sie aufbewahrt werden.

Keksdosen gehören zu den wohl schönsten Utensilien in der Küche. Die Behälter gibt es seit Jahrhunderten. Sie dienen sogar als Vorlage für eine Horrorgeschichte des Autors Stephen King. Ein Blick in die Geschichte der Keksdose – samt kleiner Materialkunde.

Ein Junge besucht seinen Urgroßvater. Und natürlich holt der die Keksdose raus. So wie wohl alle Omas und Opas, wenn ihre Enkel zu Besuch kommen. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, aus dem sich auch das Recht auf Verwöhnen ableitet. Doch Grandpa Rhetts Keksdose ist keine gewöhnliche. Man kann nicht hineingreifen. Sie ist Teil seiner Kindheits- und Jugenderinnerungen, von denen Rhett seinem Urenkel erzählt.

Es handelt sich um eine blaue Keramikdose, die einst Rhetts Mutter gehörte. Sie erzählte ihren Kindern oft von Lalanka, einem geheimnisvollen Land, in dem zwei Brüder erbittert gegeneinander kämpfen und grausame „Fresssäcke“ Angst und Schrecken verbreiten. Nach dem frühen Tod seiner Mutter verwahrt Rhett ihre Keksdose. So viel er auch daraus nascht – der Vorrat geht nie zur Neige. Wundersamerweise ist die Dose immer wieder aufs Neue mit frischen Plätzchen gefüllt. Stets umweht sie ein Duft von Vanille und Schokolade.

Sein Bruder warnt Rhett, nicht zu gierig zu sein und die Büchse komplett zu leeren. Ihre Magie hat etwas mit Lalanka zu tun. Erst nachdem er als junger Soldat traumatisiert aus dem Zweiten Weltkrieg nach Hause zurückkehrt, widersetzt sich Rhett dem Rat – und macht am Boden der Dose eine furchtbare Entdeckung.

Wie könnte es auch anders sein in einer Story, die aus der Feder des Horrormeisters Stephen King stammt: „Am Ende ziehen wir alle das Bittere dem Süßen vor. Das ist unser Fluch“, ist Rhetts Erkenntnis in der Kurzgeschichte „The Cookie Jar“. Sie erinnert an die Büchse der Pandora, aus der nach dem Öffnen alles Schlechte in die Welt entweicht.

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© Quelle: RND/Ina Funk-Flügel

Glücklicherweise sind Keksdosen in der realen Welt nicht verflucht, aber verzaubern können sie allemal: Sie regen nicht nur unseren Appetit, sondern auch unsere Fantasie an. Und das beginnt schon bei der Gestaltung: Unter den praktischen Haushaltsgegenständen sticht die Keksdose häufig als besonders dekorativ hervor. Heutige Modelle sind oftmals nostalgisch gestaltet. Vor allem im Advent, der Hochsaison fürs Plätzchenbacken, wird sie in der Regel nicht hinter Schranktüren verstaut, sondern schmückt Tische und Anrichten. Vor dem schnellen Reingreifen im Vorbeigehen bewahrt der Deckel. Das hat auch den Vorteil, dass der Inhalt nicht so schnell pappig oder hart wird.

Vor der Erfindung der Kunststoffverpackung haben denn auch um die Jahrhundertwende namhafte Keksfabriken wie der britische Hersteller Huntley & Palmers oder das hannoversche Unternehmen Bahlsen auf Blechdosen für ihre Backwaren gesetzt. Firmengründer Hermann Bahlsen erkannte bereits in der Blütezeit des Jugendstils mit seinen floralen Mustern das Potenzial ansprechender Verpackung und legte den Fokus auf das Design. Dafür verpflichtete er auch später immer wieder Künstler und Künstlerinnen, die aktuelle Strömungen in der Kunst aufgriffen. Eine der bekanntesten war die in Hannover geborene Malerin und Grafikerin Martel Schwichtenberg mit ihren avantgardistischen Entwürfen. Ob der Dada-Künstler Kurt Schwitters, der auch als Grafiker für Bahlsen tätig war, Keksdosen für die Firma kreierte, ist nicht belegt.

In jedem Fall aber war es offenbar ein einträglicher Broterwerb für Künstler und Designer, Keksdosen zu entwerfen. Besonders die Bauhausphase brachte zeitlos schöne Modelle hervor, etwa vom Keramiker Theodor Bogler, dessen schlichte, auf geometrischen Grundelementen basierenden Vorratsgefäße als Klassiker der Moderne gelten.

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Auch Hedwig Bollhagen, Mitbegründerin der HB-Werkstätten für Keramik im brandenburgischen Marwitz, entwarf Keksdosen, die schlicht und dennoch außergewöhnlich sind. Mit ihrem von der Bauhausästhetik geprägten Geschirr erlangte sie internationale Bekanntheit. Ihre rechteckigen Keksdosen mit flachem Deckel und pilzförmigem Knauf waren fester Bestandteil des Alltagsgeschirrs in der DDR und werden auch heute noch hergestellt. Über ihre Werke sagte Bollhagen einst: „Das sind doch bloß Töppe!“ Aber die haben es in sich.

Keksdosen sind kleine Schatztruhen, aber auch überaus nützliche Gebrauchsgegenstände. Denn Plätzchen bleiben länger frisch, wenn sie luftdicht und trocken in einem mit Deckel verschlossenen Gefäß lagern. Keramik und Blech sind ideale Materialien. Mürbeteiggebäck etwa wird in Plastikbehältern schnell weich.

Die ersten Keksdosen entstanden im späten 18. Jahrhundert in Großbritannien und waren zunächst aus Glas. Die Blechdose kam rund hundert Jahre später auf. Einen regelrechten Hype erlebte die Keksdose in den USA während der Großen Depression in den 1930er-Jahren: Man sparte und achtete auf gute Vorratshaltung.

In dieser Zeit entstanden viele originelle Keramikmodelle. Für den Pop-Art-Künstler Andy Warhol sollten sie später von unschätzbarem Wert sein: Er sammelte leidenschaftlich Keksdosen der Dreißiger- und Vierzigerjahre. Auf die Frage, was ihn daran fasziniere, antwortete Warhol einmal: „Es sind Zeitstücke.“ Er besaß insgesamt 175 dieser Zeitstücke, erworben unter anderem auf Flohmärkten.

Kurz nach seinem Tod 1987 wurden Gegenstände aus seiner Wohnung versteigert. Die Keksdosensammlung erzielte einen Erlös von 250.000 Dollar. Bemerkenswert ist ihr Kitschfaktor. Er ist der Entstehungszeit der Objekte geschuldet. Rhetts Erkenntnis müsste daher so lauten: In bitteren Zeiten ziehen wir das besonders Süße vor.

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