Wenn du dir am Morgen ein warmes Porridge mit Haferflocken gönnst, bleibst du nicht nur lange satt, sondern bringst auch deinen Stoffwechsel in Schwung. Welche Lebensmittel ebenfalls wahre Stoffwechsel-Booster sind, erfährst du hier.
Pfeffer, Ingwer und Kurkuma heizen bekanntermaßen den Stoffwechsel an – aber will man diese Gewürze auch zum Frühstück? Eher nicht. Dann doch lieber warmes Porridge, das dank des hohen Ballaststoffgehalts im Hafer ebenfalls den Stoffwechsel in Schwung bringt. Auch diese Frühstücksideen lassen dich gut in den Tag starten:
Koche Haferflocken und entweder Wasser, Milch oder eine Milchalternative wie Mandel- oder Haferdrink zu einem warmen Brei auf. Noch einfacher: Overnight-Oats, die du am Vorabend vorbereiten kannst.
Durch das Einweichen wird das Frühstück bekömmlicher, mit unterschiedlichen Zusatz-Toppings auch noch abwechslungsreicher. Zimt als Beigabe regt die Verdauung noch mehr an.
Probiere folgende leckere Porridge-Bowl: Zerdrückte Banane mit Haferflocken und Wasser in einem Topf aufkochen und je nach Belieben Früchte und Beeren hinzufügen. Als weitere Toppings empfehlen sich Honig, Kardamom oder auch Ceylon-Zimtpulver. Denn vor allem Zimt regt die Verdauungssäfte an, hilft bei Magenbeschwerden und wirkt durchblutungsfördernd.
50 Prozent mehr Ballaststoffe als Haferflocken hat Haferkleie. Kleie besteht nicht aus dem vollen Korn, sondern aus den Randschichten und dem Keim. In diesen Bereichen des Hafers befinden sich ein Großteil der Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß und Ballaststoffe der Körner. Haferkleie fördert aber nicht nur die Verdauung, sondern wirkt auch entgiftend und cholesterinsenkend.
Frische Beeren sollten so oft wie möglich, wenn es die Saison erlaubt, verzehrt werden. Sie schmecken im Obstsalat oder als Topping auf Joghurt und Müsli. Im Winter kannst du einfach eingefrorene Himbeeren oder Blaubeeren unter das warme Porridge rühren. Beeren wirken wie ein Stoffwechsel-Booster, denn die kleinen Früchte sind reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.
Aber nicht nur der Stoffwechsel kommt mit Beeren in Schwung. Denn neben dem positiven Einfluss auf die Darmflora schützen die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe auch das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem. Allein Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Zitronen. Deshalb empfehlen Experten eine Portion Bio-Beeren dreimal pro Woche zu konsumieren - frisch oder eingefroren.
Wer morgens nicht so viel Zeit für ein ausgiebiges Frühstück hat, kann einen schnellen Smoothie zubereiten. Auch diese flüssige Mahlzeit kurbelt die Verdauung an und bringt den Kreislauf in Schwung.
Eine Frucht, die verdauungsfördernd wirkt und sich als Smoothie-Zutat eignet, ist die Papaya. Einfache Rezeptidee: eine halbe Papaya, einen Esslöffel Leinsamen und Wasser oder Eiswürfel in den Mixer geben, fertig.
Papayas sind ideale Frühstücks-Früchte. Sie wirken gegen Magen-Darm-Beschwerden wie etwa Blähungen, Magenschmerzen und Verstopfung. Dafür verantwortlich ist das eiweißspaltende Enzym Papain, das in hoher Konzentration in der Papayafrucht vorliegt. Die Wirkung von Papain ähnelt dem wichtigen Verdauungsenzym Pepsin im Magen und hilft bei der Spaltung von Proteinen.
Auch grünes Blattgemüse liefert viele Ballaststoffe. Dazu zählen Spinat, junge Brennnessel, Feldsalat oder Wildkräuter wie Löwenzahnblätter, die sich auch als Smoothie-Zutat eignen.
Das grüne Gemüse bindet Giftstoffe im Darm, nährt gesunde Darmbakterien und reguliert so die Verdauung. Eine kleine Handvoll im Smoothie reicht aus, besser schmeckt's in Kombination mit Orange, Zitrone, Avocado, Mango oder Kiwi
Vorsicht: Zu viel Gemüse und Obst kann Magen und Darm vor allem von Smoothie-Anfängern belasten. Deshalb sollten Smoothies langsam und gut eingespeichelt getrunken werden. Die Portionen können nach und nach gesteigert werden, um den Darm nicht zu strapazieren. Zu viel Blattgrün führt zu Verdauungsproblemen.
Auch Leinsamen helfen beim Start in den Tag. Sie passen wunderbar zu Müsli, Quark, Joghurt, Smoothie oder auch auf Brötchen. Die kleinen Samen wirken vor allem in geschroteter Form und mit viel Flüssigkeit gegen Verstopfung und legen dank ihres hohen Gehalts an Ballaststoffen einen schützenden Film über den Magen-Darm-Trakt. Alternativ eignen sich auch Chiasamen oder Flohsamen.
Chiasamen werden wegen ihres hohen Gehalts an Ballaststoffen, Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren als „Superfood“ bezeichnet. Sie können im Müsli oder auch als morgendlicher Chia-Pudding verzehrt werden. Wichtig ist, die Samen zuvor in ausreichend Wasser quellen zu lassen. Erst dann können die Nährstoffe vom Körper besser aufgenommen werden.
Entweder mit Kuhmilch oder auch in der veganen Variante lässt sich Chia-Pudding ganz einfach am Vorabend zubereiten. Dafür zwei Esslöffel Chiasamen mit etwa 120 Milliliter Wasser, Hafer- oder Nussdrink verrühren, nach Belieben mit Ahornsirup, Vanille-Extrakt oder Kakaonibs verfeinern. Morgens den Pudding zusätzlich mit Beeren, Apfelscheiben, Banane oder Mandelsplittern servieren.
Auch Mandeln sind gut für die Darmflora und regen die Verdauung an. Die Nüsse sind nicht nur reich an Ballaststoffen, sondern enthalten auch gesunde Fette und essenzielle Nährstoffe. Zudem fördern sie das Wachstum gesunder Darmbakterien, die sogenannten Bifido- und Lactobakterien. Die Nüsse können vielseitig zubereitet werden: pur, im Müsli, als Mandelmus auf Vollkornbrot oder als Zutat in Frühstücksriegeln.
Wer morgens keine Zeit für ein ausgiebiges Frühstück hat, kann einen selbstgemachten Mandel-Müsliriegel zum Mitnehmen vorbereiten. Die Riegel liefern genug Energie und verdauungsfördernde Ballaststoffe – ohne unnötig viel Zucker.
Joghurt ist dank der Milchsäurebakterien und ihrer probiotischen Wirkung ein ideales Frühstück, um die Verdauung in Schwung zu bringen. Entweder pur oder im Müsli unterstützt Joghurt die Darmflora auf natürliche Weise und schmeckt zudem sehr lecker.
Für einen nachhaltigen Einfluss sollte Joghurt täglich auf dem Speiseplan stehen. Auch Quark mit Leinöl ist eine gute Kombination bei Reizdarm oder Magen-Darm-Beschwerden.
Bananenbrot wirkt wie ein Ballaststoff-Booster und kurbelt kräftig die Verdauung an.
Wasser ist lebensnotwendig und regelt nicht nur die Verdauung, sondern auch das Herz-Kreislauf-System, löst Salze und Mineralstoffe auf und transportiert Nährstoffe.
Noch vor dem Frühstück hilft ein Glas warmes Zitronenwasser, um den Stoffwechsel und Entgiftungsprozesse im Körper zu starten. Bekannt aus dem Ayurveda kann das tägliche Ritual mit einer Scheibe Ingwer oder Minzblättern aufgepeppt werden.
Auch Kaffee und grüner Tee boostern die Verdauung. Kaffee bringt mit Koffein zudem den Blutdruck auf Hochtouren und den Stoffwechsel in Gang. Grüner Tee hat einen direkten Effekt auf die Verdauung, denn er ist besonders reich an Catechinen, die auf Darmzellen anregend wirken. Besonders verdauungsfördernde Sorten sind Sencha, Gyokuro oder Bencha.
Dieser Artikel wurde erstellt von unserem Content-Partner Teleschau und erschien auch bei FOCUS online.
Top-Themen bei FIT FOR FUN